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Törnvorschlag für eine
Woche
Ausgangshäfen:
Rostock/Warnemünde, auch ab Fehmarn, Heiligenhafen, Lübecker Bucht möglich
1. Tag: Warnemünde
(Samstag)
Nach Yachtübername empfiehlt es sich abends von dem
Yachthafen „Hohe Düne“ mit der Fähre nach Warnemünde rüberzusetzen und
Warnemünde „unsicher“ zu machen. An der Flaniermeile am Alten Strom kann man
gut essen gehen oder einen frittierten Backfisch auf die Hand nehmen.
Anschließend geht man noch etwas am Strand längs und schnuppert etwas
Seeluft, um sich auf den nächsten Tag einzustimmen. Der Rückweg gestaltet
sich dann nach Belieben. Entweder probiert man noch einen der leckeren
Cocktails oder geht direkt an Bord um am nächsten Tag fit zu sein für den
langen Schlag in Richtung Dänemark.
2. Tag: Klintholm
(Sonntag)
Der Abend in Warnemünde war hoffentlich nicht zu lange,
so dass wir heute zeitig starten können. Bis Klintholm sind es immerhin etwa
50 Seemeilen (Bei durchschnittlich 5 Knoten macht das immerhin 10 Stunden.
Also am besten Schnittchen schmieren und los geht’s. Klintholm ist durch
seine exponierte Lage in der Nähe von Möns Klint einer der beliebtesten
„Absprunghäfen“. An den Stegen befinden sich Strom und Wasser und im
Sanitärgebäude gibt es sogar eine Sauna. Es empfiehlt sich etwas Geld in
Dänischen Kronen dabei zu haben. Es ist aber auch kein Problem vor Ort mit „Euronen“
einzukaufen, die Dänen sind darauf eingestellt. Beidseitig des Hafens
befindet sich ein schöner Badestrand. Obwohl ich dem Strand an der Ostseite
dem Vorzug geben würde.
3. Tag: Kopenhagen
(Montag)
Auch heute heißt es wieder früh aufstehen und zeitig
ablegen. Es liegen ca. 60 - 70 Seemeilen vor uns. Je nach Schiffsgröße und
Wetter sind das dann aber auch 12 bis 16 Stunden segeln. Ca. 10 – 20
Seemeilen südöstlich von der Halbinsel „Amager“ muss mit viel Fähr- und
Frachtverkehr gerechnet werden. Besonders zu beachten sind die
Verkehrstrennungsgebiete.
Der Tag war lang und wir haben hoffentlich unser Ziel
Kopenhagen erreicht. Zur Not gibt es noch „Dragör“ einen kleine Hafen etwas
südlich von Kopenhagen, den man auch anlaufen kann. Ansonsten fährt man am
besten bis „Christiania“ oder auch „Christianshavn“ durch und fährt mit
einem Fahrrad (Die stehen dort überall rum) in die Altstadt bzw. direkt nach
„Nyhavn“.
Anmerkung:
Die Fahrräder nimmt man sich wie Einkaufswagen im Supermarkt. Mann steckt
ein 20-Kronen-Stück ins Schloss und dann kann man losradeln. Auf den Rädern
befindet sich auch ein Stadtplan, damit man sich leicht zurecht finden kann.
4. Tag: Kopenhagen
– Stadtbummel + Shoppen (Dienstag)
Jeder für sich und alle
für sich allein oder alle zusammen. Das kann man ja machen wie man möchte.
Wer sich einfach mal einen Überblich verschaffen möchte, der steigt auf das
Kirchendach der grünen Kirche mit der goldenen Wendeltreppe, die sich
unmittelbar in Hafennähe befindet und genießt den herrlichen Ausblick über
die Stadt. Wer gut zu Fuß ist bummelt durch die Altstadt und wer sich mehr
um die Sehenswürdigkeiten „kümmern“ will greift am besten wieder zum vorher
besagten Fahrrad.
Kopenhagen ist einfach
mal sehr groß !!!
Sollte sich die Crew
entschließen etwas gemeinsam zu unternehmen um gemeinsam Spaß zu haben, darf
ein Besuch im Tivoli nicht fehlen.
5. Tag: Klintholm
oder Hesnäs (Mittwoch)
Der vorletzte Tag ist
gekommen, und wir sollten in die Nähe unseres Heimathafens segeln. Je nach
Wind und Wetter entscheiden wir uns für Klintholm (kennen wir ja schon
vielleicht vom Hinweg) oder Hesnäs. Hesnäs ist ein kleiner geschützter Hafen
an der Ostküste von Falster in der Nähe des Grönsundes. Ein nahe gelegener
Wald und etwas Strand sind ganz nett zum Spazieren gehen. Ansonsten gibt es
einen kleinen Kaufmannsladen im Zentrum.
6. Tag: Gedser
(Donnerstag)
Gedser befindet sich an der Südspitze von Falster
und wird Hauptsächlich als Fährhafen (Fährverbindung Rostock – Gedser)
genutzt. Als Yachtie legt man natürlich nicht im Haupthafen sondern in dem
0,5 Sm nordwestlich gelegenen Seglerhafen an. Wie in fast allen dänischen
Häfen gibt es Strom und Wasser an den Stegen, Grillplätze und gepflegte
Sanitäreinrichtungen.
7. Tag: Zurück zum Ausgangshafen (Freitag)
Von Gedser nach Rostock ist es dann nur noch ein
Klaks (ca. 30 Seemeilen). Warnemünde kennen wir ja bereits. Oft wird der
letzte Tag ja genutzt, um sich gemeinsam die Urlaubsfotos der Woche auf dem
Laptop anzugucken, die Essensreste zu verbraten und die letzten Flaschen
Rotwein zu lehren und die Woche noch mal Revue passieren zu lassen.
Autor: David Wilke |