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Louise

First 36.7 in Laboe

7 Tage - Sa. 26.08. - 01.09.2017
Kojen: 
6
Segel: 
normales Groß
Kabinen: 
3
Länge ü. a.: 
11.00 m
Ein Segeltörn auf der Nautilus von der Schlei in die Dänische Südsee

 

Törnbericht eine Woche Dänische Südsee

Nautilus

Michael Kern (Bilder & Text M. Kern)

Am Samstagnachmittag, haben wir unser schönes Holzboot in Arnis an der Schlei übernommen. Das Boot hat seinen Liegeplatz am Steg der Schiffswerft Paulsen.
Unser schöner Mahagonikreuzer mit Namen „Nautilus“ sollte ab jetzt unser Zuhause für die nächste Woche sein. Leider hat es bei der Übergabe geregnet wie aus Kübeln. Nach der Übergabe ging es mit dem Auto nach Kappeln
zum Einkaufen. Bei Lidl und Sky erhielten wir alles, was man für eine Woche Segeln braucht.  
 

 

1.   Segeltag 24. August 2008

Nach einer 1. Nacht auf unserer Nautilus gab es gegen 8:30 Uhr ein ausgiebiges Frühstück. Um 11:10 Uhr war das Boot klar zum Auslaufen. Gegen 11:35 Uhr erreichten wir Kappeln um Rechtzeitig um 11:45 Uhr die Klappbrücke zu durchqueren. 
Klappbrücke Kappeln
Ein toller Anblick wenn man zwischen den beiden Brückenteilen hindurch fährt. Um 13:15 Uhr wechselten wir von der Schlei auf die Ostsee und setzten alle Segel. Jetzt lag eine ca. 28 SM Strecke nach Arö vor uns, wir hatten für diesen Tag geplant nach Marstal zu segeln. Mit Kurs 60° ging es Richtung Arö. Leider waren uns die Windgötter nicht holt. Gegen 14:00 Uhr wurde der Wind noch schwächer, aus anfänglich mit 2 Beaufort wurden nur noch 1 Beaufort. Unser GPS meinte ca. 13 Stunden bis Marstal. Um 14:30 Uhr wurde entschieden, nicht nach Marstal zu segeln sondern zurück an die Schleimündung auf die Lotseninsel und dort die Nacht zu verbringen. 

Gegen 15:45 Uhr erreichten wir die Lotseninsel. Nach einem Ausgiebigen Landspaziergang gab es einen kleinen Regenschauer der nicht der letzte in diesem Urlaub sein sollte. Nach dem Abendessen wurde eine Runde FROG gespielt.
Erklärung: FROG ist Skat spielen. Der der vorne sitzt kann aus folgenden Spielen wählen, die dann abgestrichen werden und beim letzten Spiel beißen einen die Hunde.
F = Farbspiel
R = Ramsch
O = Null
G = Grand

 

2.   Segeltag: 25. August 2008

Am nächsten Morgen legten wir schon um 9:00 Uhr an der Lotseninsel ab um genügend Zeit zu haben um nach Marstal zu segeln. Der Wetterbericht hatte nur 2 – 3 Beaufort aus SW vorhergesagt, bei diesem Wind ist die Nautilus nicht sehr schnell. Gegen 13:50 Uhr erreichten wir die Ansteuerungstonne zum Marstaler Hafen. 
Bei einem kleinen Spaziergang erkundeten wir den Strand rund um Marstal und besorgten in einem Supermarkt Salz, das wir bei unserem Großeinkauf vergessen hatten.
 
Am Abend waren wir noch bei Jochen und Sonja auf ihrem Segelboot eingeladen auf ein Gläschen Rotwein, wo wir uns sehr angeregt über das Segelrevier unterhielten und viele gute Tipps erhielten für die Dänische Südsee.

3. Segeltag: 26. August 2008

Heute war unser Tagesziel Troense. Um 10:10 Uhr legten wir in Marstal ab bei bedecktem Himmel und Wind aus SW mit einer stärke von 4 – 3 Beaufort. Dieser Wind war für den heutigen Trip ideal. Mit Wind von Achtern lief unsere Nautilus beachtlich 5 – 6 Knoten. Gegen 12:45 Uhr durchquerten wir die Brücke in Rudköbing die die beiden Inseln Tåsinge und Langeland verbindet.
Um 14:35 Uhr erreichten wir den Hafen Troense und fanden noch einen Liegeplatz in dem kleinen Hafen. Unser Mahagonikreuzer stach unter den anderen Booten heraus. 
 
Der dänische Hafenmeister mit seiner Schiffermütze kam am frühen Abend von Boot zu Boot und kassierte die Hafengebühr und bot auch noch an, am nächsten Morgen frische Brötchen zu besorgen. Wir bestellten für den nächsten Morgen 6 Brötchen. Am nächsten Morgen waren die Brötchen ab 8:00 Uhr im Hafenbüro für uns bereit gelegt.

4. Segeltag: 27. August 2008

Jochen und Sonja gaben uns den Tipp Lyö anzulaufen. Lyö eine kleine Insel mit einem sehr kleinen Hafen. Der Hafen hat nur ca. 30 Liegeplätze die sehr begehrt sind.
Der Tag begann mit Regen und schlechter Sicht. Um 10:20 Uhr legten wir in Troense ab. Unter Motor ging es Richtung Svendborg und danach durch den Sund in westliche Richtung. Der Wind kam aus SW mit 2-3 Beaufort. Unter der Autobrücke von Svendborg musste unser Boot ganz schön kämpfen. Man hatte das Gefühl: Fahre ich noch! Oder stehe ich schon!
Gegen 11:45 Uhr erreichten wir offeneres Gewässer und setzten die Genua zur Hälfte. Das Wetter wurde immer besser und um 12:55 Uhr setzten wir die Ganze Genua. Dadurch lief das Boot etwas mehr Höhe und das Kreuzen machte noch mehr Spaß. Gegen 16:25 Uhr liefen wir in dem kleinem Hafen von Lyö ein und bekamen an der Ostseite des Hafens noch einen Liegeplatz. Am nächsten Morgen zahlten wir die Hafengebühr beim Hafenmeister in Höhe von 100,-- DSK.

5. Segeltag: 28. August 2008

Nach einer sehr warmen Dusche vor dem Frühstück im Hafen von Lyö, war das Schiff um 10:30 Uhr segelklar und fertig zum Auslaufen.

Wir setzten das Groß mit Reff 2 und die Genua. Der Wind kam aus W mit Windstärke 4 Beaufort. Der erste Teil des Tages führte nach Umrunden von Lyö in Richtung Süden. Unserem Boot „Nautilus“ gefiel dieser Kurs. Gegen 12:00 Uhr erreichten wir die Flensburger Förde und gingen auf Kurs West. 
Der Wind frischte auf Windstärke 5 Beaufort auf mit einer Dünnung von ca. 1 Meter. Jetzt begann der schönste Teil des Tages, wir kreuzten die Flensburger Förde hinauf. Nach 5½ Stunden bogen wir Richtung Haruphamn ab und holten die Segel ein. Wie auch schon am 1. Segeltag, fing es zu Regnen an, nur diesmal vor dem Anlegen. Am ende des Tages hatten wir 36,30 Seemeilen zurückgelegt.

6. Segeltag: 29. August 2008

Um 10:10 Uhr legen wir in Haruphamn ab, und kurz nach der Hafenausfahrt wird das Großsegel und Genua gesetzt. Heute geht es sehr schnell die Flensburgerförde vor, nach nicht mal 2 Stunden gehen wir auf Kurs W. Standesgemäß wurde die dänische Flagge eingeholt und wir segelten auf deutschem Gewässer.
Gestern brauchten wir für die gleiche Strecke ca. 5½ Stunden. Gegen 14:50 Uhr biegen wir in die Schleimündung ein. Das Wasser strömt heute in die Schlei hin ein mit etwa 2-3 Knoten. Es ist ein komisches Gefühl, wenn das Wasser um einen richtig strömt und gischtet. Nach einer weiteren Stunde passieren wir die Klappbrücke in Kappeln. Jetzt kommt die Wehmut, weil einem bewusst wird, der Urlaub ist vorbei.

Bei der Endabrechnung dieses Segeltörns kamen wir auf insgesamt 140,34 gesegelten Seemeilen und 9 Motorbetriebsstunden.
 
Das Fazit für diesen Urlaub lautet: Die Dänische Südsee ist eine Reise wert und wir kommen wieder.

 

Hier der Link zum Mahagonikreuzer Nautilus bei PCO.